Flöte

Holzblasinstrument

c - f''''

ca. 70 cm

ca. 0,68 kg

Damit die Tonlöcher der Flöte sauber geschlossen werden können, wird auf sie ein sogenannter Kamin gesetzt. Dadurch bekommt das eigentlich gebogene Loch einen geraden Abschluss. Es gibt verschiedene Klappensysteme.

Inline:
die Klappen sind in einer Linie angeordnet

Offset:
das G ist in Richtung des linken Ringfingers vorgezogen

geschlossene Klappen:
Die Finger drücken die Klappen, die das Tonloch schließen

Ringklappen (offene Klappen):
Die Klappen haben ein Loch, das beim Drücken der Klappen mit den Fingern geschlossen wird.

Die offenen Ringklappen ermöglichen zahlreiche zusätzliche Griffe und Effekte wie Multiphonics und Mikrointervalle (Tonabstände kleiner als ein Halbton), was vor allem beim Spielen von zeitgenössischer Musik hilfreich ist und häufig vom Komponisten verlangt wird.

Klarinette

Klarinette - frei

Holzblasinstrument

d - b'''

ca. 66 cm

ca. 0,7 kg

Die Klarinette ist ein Holzblasinstrument mit teils zylindrischer und teils konischer Bohrung.

Klarinetten sind in punkto Stimmton sehr empfindlich, da sie in der Duodezim überblasen und somit auch die oberen Töne schnell unrein werden. Das Instrument stimmt nicht mehr „in sich“, wie der Musiker sagt.  Darum  verwenden Klarinettisten zum Stimmen einerseits Birnen unterschiedlicher Längen, andererseits kann auch die Birne einige Millimeter aus dem Oberstück gezogen werden, um tiefer zu intonieren.

Durch den Luftstrom, der in das Instrument geblasen wird, beginnt das am Mundstück befestigte Rohrblatt zu vibrieren. Dadurch entsteht eine Schwingung in der Luftsäule. Die Klarinette verhält sich dabei wie ein einseitig geschlossenes zylindrisches Rohr. Das heißt, nur ein Viertel der Wellenlänge befindet sich im Rohr. Daher klingt die Klarinette bei gleicher Rohrlänge eine Oktave tiefer als die Flöte, die ein beidseitig offenes Rohr ist, bei dem sich die halbe Welle im Rohr befindet.

Die Klarinette war Instrument des Jahres 2008.

Saxophon

Beispielbild Saxophon

Holzblasinstrument

as - e''' (Sopran)
des - as'' (Alt)
As - es'' (Tenor)
Des - a' (Bariton)

ca. 0,65 m (Sopran)
ca. 1,00 m (Alt)
ca. 1,30 m (Tenor)
ca. 2,20 m (Bariton)

ca. 1,5 kg (Sopran)
ca. 2,5 kg (Alt)
ca. 3,4 kg (Tenor)
ca. 6,0 kg (Bariton)

Das Instrument wurde als „Saxophon“ von dem Belgier Adolphe Sax im Jahr 1840 erfunden. 

Anders als die Klarinette überbläst das Saxophon nicht in die Duodezime, sondern in die Oktave. Dies wird durch den konischen Verlauf der Schallröhre verursacht. Zum Überblasen befindet auf der Rückseite eine Oktav- oder Überblasklappe, die bei heute üblichen Bauformen automatisch in Abhängigkeit vom gespielten Ton eines von zwei kleinen Tonlöchern öffnet.

Die linke Hand bedient vor allem die oberen Klappen des Saxophons. Der linke Daumen drückt bei Bedarf, um das Überblasen zu erleichtern, die sogenannte Oktavklappe. Die rechte Hand bedient vor allem die unteren Klappen. Mit dem rechten Daumen hält der Spieler das Instrument in der Mitte. Für Zeige-, Mittel- und Ringfinger der rechten und linken Hand hat er je eine Klappe. Der Zeigefinger der oberen Hand bedient außerdem die kleine B-Klappe und die Flageolet-Klappe. Die kleinen Finger der rechten und linken Hand bedienen zwei bzw. vier Klappen, die zur Erleichterung des Klappenwechsels mit Rollen verbunden sind.

Trompete

Beispielbild Trompete

Blechblasinstrument

fis - C'''

ca. 135 cm

ca. 1,1 kg

Die Mensur der Trompete ist relativ eng. Ein großer Teil des in Bügelform gewundenen, meist aus Messing hergestellten Rohres ist zylindrisch, bevor es konisch in den ausladenden Schalltrichter ausläuft.

Mit der Trompete verwandt ist das Flügelhorn. Es gehört aber aufgrund seiner Mensur zur Hornfamilie.

Das Flügelhorn hat eine weitgehend konische Mensur. Es ist im Klang deutlich weicher als die Trompete.

Trompeten werden mit der linken Hand gehalten. Ringfinger, Mittelfinger und Zeigefinger der rechten Hand betätigen die drei Ventile. Bei Pumpventilen hält man die Ventilgehäuse etwa senkrecht, bei der Bauweise mit Drehventilen liegen die Ventilzüge etwa waagerecht.

2009 war die Trompete „Instrument des Jahres“.

Posaune

Posaune frei

Blechblasinstrument

f - c'''

ca. 270 cm

ca. 1,4 kg

Die Posaune ist ein tiefes Blechblasinstrument, das wegen seiner weitgehend engen Mensur zu den Trompeteninstrumenten zählt. Die Mensur wirkt sich auch auf die Schallenergie aus. Der Schall wird bei einer Posaune relativ stark gebündelt. Wegen der engen Mensur klingen die Töne der Posaune härter als bei den Instrumenten der Bügelhornfamilie, die ein sanfteres Klangvolumen zeigen.

Neben der Violine ist die Posaune eines der ältesten voll chromatisch spielbaren Orchesterinstrumente.

Die Posaune wird von Komponisten, etwa in der Filmmusik, getreu der biblischen Konnotation immer wieder gern eingesetzt, wenn es an Endzeitszenarien geht.

Die Posaune war Instrument des Jahres 2011.

Horn

Beispielbild Horn

Blechblasinstrument

H1 - f''

ca. 370 cm

ca. 1,8 kg

Die ältesten Hörner gehen auf Schnecken- und Muschelgehäuse, Röhrenknochen, Tierhörner, Holz, Terracotta und Metall zurück. Sie fanden unter anderem für kultische und militärische Zwecke Anwendung.

Das Horn ist ein Blechblasinstrument mit mehrfach kreisförmig gewundenem Rohr mit tangential herausragendem Mundrohr zur Aufnahme des Mundstücks. Charakteristisch ist die Bauform mit enger konischer Mensur, großer Rohrlänge von etwa 370 cm und weit auslaufender Stürze mit einem Durchmesser von etwa 30,5 cm.

Der Spieler hält das Horn mit der rechten Hand im Schallbecher und greift die Ventile mit der linken Hand.

Das Horn war Instrument des Jahres 2015.

Tenorhorn

Tenorhorn - frei

Blechblasinstrument

E - b'

ca. 265 cm

ca. 3,5 kg

Durch das Tenorhorn wurde eine Lücke in der Instrumentierung zwischen den tiefen Blechblasinstrumenten wie der Tuba und den Es-Trompeten der Alt-Lage geschlossen, die sich durch das Verschwinden z. B. der Ophikleide infolge der Erfindung und Verwendung der Ventile aufgetan hatte.

In der Regel wird das Tenorhorn im Gegensatz zum Bariton transponierend im Violinschlüssel (in „klingend b“) notiert, so dass es eine große None tiefer klingt als in der Notierung geschrieben.

Es kommt auch zum Einsatz in Ska-Bands und es ist in traditioneller Balkan-Brass-Musik üblicher als Posaunen.

Ein Verwandter des Tenorhorns ist das Euphonium. Es wird häufig zur Wiedergabe von Tenorhorn-Stimmen verwendet, lässt sich aber aufgrund der weiteren Mensur eher mit dem Baritonhorn vergleichen.

Tuba

Beispielbild Tuba

Blechblasinstrument

D' - g'

ca. 360 - 540 cm

ca. 8 - 10 kg

Tuba ist lateinisch und heißt „Rohr/Röhre“ und war früher im römischen Reich auch ein gerades Rohr. Erst seit etwa 180 Jahren sieht sie so aus wie heute.

Ein Vorläufer der Tuba war u.a. die Ophikleide. Ihre Form ähnelt der des Fagotts und sie besitzt neun bis zwölf Klappen. Sie wurde entwickelt, weil Anfang des 19 Jh. vollklingende Bassinstrumente für voluminösen Orchesterklang fehlten.

Andere Bauformen sind das Helikon und das Sousaphon.

Das Helikon ist eine Tuba mit fast kreisförmig gewickeltem Rohr, die um den Oberkörper gelegt wird. Das Sousaphon hat einen größeren und nach vorne gebogenen Schalltrichter. Es wird auch um den Oberkörper gelegt. Beim Sousaphon ist der Schalltrichter meistens abnehmbar, somit ist es ein zweiteiliges Instrument.

Das Hauptmerkmal der heutigen Tuba ist die sehr weite Mensur. So ist die Tuba am einen Ende (Schallstück) etwa 20 Mal so breit wie am anderen (Mundstück).

An jedem 1. Freitag im Mai ist Welt-Tuba-Tag.